Neue STOLPERSTEINE in Leipzig am 21. Juni 2018

 

Bisher liegen 458 STOLPERSTEINE an 166 Orten in Leipzig. Jetzt werden 22 weitere Steine für Opfer der NS-Diktatur folgen. Vor den ehemaligen Wohnorten ermordeter Menschen verlegt der Kölner Bildhauer Gunter Demnig diese Erinnerungsmale ebenerdig in den Gehweg.

 

09.00 Uhr Georg-Schwarz-Str. 49 (Diakonissenkrankenhaus)
Die Diakonisse Marie Runkel wurde auf Grund ihrer psychischen Erkrankung 1941 im Rahmen der T4-Aktion in Pirna-Sonnenstein ermordet.

09.30 Uhr Erich-Zeigner-Allee 36
Der Jurist und Kirchenrat Bernhard von Hoyningen-Huene litt unter Depressionen. 1940 wurde er deswegen in Pirna-Sonnenstein vergast.

10.00 Uhr Alexanderstr. 46
Mendel Krzepicki floh mit seiner Familie im März 1939 nach Belgien. Während seine Familie mit fremder Hilfe überlebte, kam Herr Krzepicki 1942 in Auschwitz ums Leben.

10.30 Uhr Dorotheenplatz
Fela Frigge, die Schwester von Regina Krzepicki (Alexanderstr. 46), wurde 1942 vom KZ Ravensbrück nach Auschwitz deportiert und ermordet.

11.00 Uhr Humboldtstr. 9
Die Flucht nach Frankreich 1938/39 rettete die jüdische Familie Kanner nicht vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten.

11.45 Uhr Kleiststr. 111
Nathan Bickart wurde 1943 nach Theresienstadt deportiert. Nach der Befreiung des Ghettos starb er an den Folgen der katastrophalen Lebensumstände.

13.45 Uhr Kreuzstr. 10
Die Familie Repper hatte man bereits 1936 nach Polen ausgewiesen und nach der Besetzung ermordet. Einzig Sohn Hartwig konnte sich 1939 nach England retten.

14.30 Uhr Russenstr. 57
Der Kommunist Walter Heise leistete politischen Widerstand gegen das Nazi-Regime und später gegen den Krieg. 1945 wurde er in Dresden hingerichtet.

15.15 Uhr Münzgasse 3
Die jungen Eheleute Heinrich und Else Freier deportierte man mit ihrer kleinen Tochter 1942 nach Riga. Sie hatten keine Chance auf ein Familienleben.

15.45 Uhr Paul-Gruner-Str. 63
Else Behrmann wurde 1942 nach Bełźec deportiert und ermordet.

 

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