Familie Gattermeyer

1926 wurden in München der Bankdirektor Hermann Gottfried Gattermeyer (Jg. 1881) und seine jüdischstämmigen Frau Lilli Meyer (Jg. 1898) getraut. Ihre Tochter Gertraud kam 1928 zur Welt.

Ab dem Jahr 1937 lebte die Familie in Leipzig in der Ehrensteinstraße 32.  Spätestens seit 1944 arbeitete Gertraud, bei ihren Kollegen als Traudel bekannt, als Stenotypistin bei „Elektro- und Rundfunk Großhandel Hugo Preller“ in der Gottschedstraße.

Die Aufforderungen zum Transport nach Theresienstadt wurden den Betroffenen am 12.2.1945 zugestellt. Sie sollten sich in der 27. Volksschule in der Zillerstraße melden. Der Transport erfolgte am 14.2.1945.

Am 15.2.1945 entschloss sich die Familie Gattermeyer gemeinsam in den Freitod zu gehen. Herr Gattermeyer wurde noch in das städtische Krankenhaus St. Georg eingeliefert, er starb dort aber an den Folgen der Vergiftung. Die Familie hat mit Gas ihr Leben beendet.

Die Familie wurde auf dem Südfriedhof eingeäschert.