Henri Hinrichsen

Die Henriette-Goldschmidt-Schule würdigt mit der Verlegung dieses Stolpersteins die Verdienste Henri Hinrichsen für die Stadt Leipzig.

Henri Hinrichsen, am 5.2.1868 in Hamburg geboren, wurde 1894 Teilhaber der Firma seines Onkels Dr. Max Abraham, dem Musikverlag C.F. Peters Leipzig. Im Jahre 1898 heiratete er Martha Bendix (Jg. 1879). Gemeinsam hatten sie sieben Kinder, fünf Söhne und zwei Töchter.

Henri Hinrichsen hat sich neben seiner Tätigkeit als Musikverleger durch sein soziales Engagement einen bleibenden Ruf als Bürger der Stadt Leipzig erworben. Er widmete sich der Armenpflege, wurde Handelsrichter und Stadtverordneter. 1911 stiftete er die „Hochschule für Frauen“, die jetzige „Henriette-Goldschmidt-Schule“ und im Jahre 1926 das „Musikinstrumentenmuseum“, das sich im Besitz der Universität Leipzig befindet. Weiterhin sorgte er für den Erhalt der weltberühmten „Musikbibliothek Peters“, die sein Onkel der Stadt Leipzig geschenkt hatte. Auch gewährte er jungen Musikern und Komponisten Stipendien. Die Philosophische Fakultät der Uni Leipzig würdigte 1929 seine Verdienste mit der Ernennung zum Dr. honoris causa.

Den Rassenwahn der Nationalsozialisten überlebte Henri Hinrichsen nicht. Er wurde am 17.9.1942 in Auschwitz ermordet.