Albin Jakobowitz

Albin Jacobowitz wurde am 6.11.1882 in Adelnau in der Provinz Posen geboren. Er war taubstumm und von Beruf Korbmacher. Bis zur Deportation in das Ghetto Theresienstadt am 19.9.1942 arbeitete er als Bürobote der Israelitischen Religionsgemeinde. Wie viele andere auch musste er einen „Heimeinkaufsvertrag“ abschließen.

 

Durch diese Zwangsverträge wurde den Deportierten noch das letzte Geld geraubt. Den älteren Juden wurden lebenslange kostenfreie Unterbringung, ihre Verpflegung und Krankenversorgung zugesagt. Neben einer errechneten Vorauszahlung (150 RM bis zum Erreichen des 85. Lebensjahres) wurden weitere Abgaben, Spenden und Vermögensübertragungen gefordert. Diese Vermögenswerte fielen dem Reichssicherheitshauptamt (RSHA) zu.

 

Da Albin Jacobowitz wegen seiner Behinderung „nicht voll geschäftsfähig“ war, hat das Walter Steinert (Hauptbuchhalter der Israelitischen Religionsgemeinschaft Leipzig) für ihn erledigt.

Tatsächlich fanden die Menschen, als sie in Theresienstadt ankamen, überfüllte und kaum geheizte Wohnstätten, mangelhafte Ernährung und unzureichende ärztliche Versorgung vor.

Albin Jacobowitz starb im Alter von 60 Jahren am 3.10.1943.