Edith und Max Bergmann

Edith Minna Bergmann, geb. Liebenthal, wurde am 5.8.1902 in Berlin geboren, Max Bergmann am 23.9.1881 in Wertheim. Er heiratete in zweiter Ehe 1927 Edith Liebenthal, nachdem seine erste Frau bereits 1924 verstorben war.

Max Bergmann war Inhaber des einzigen  Kaufhauses in Stötteritz in der Weißestraße 22.
Der Familie Bergmann gehörte das große Wohn- und Gewerbegrundstück in der Lilienstraße 21 (Eigentümer war der Großvater Friedrich August Max Bergmann von 1907 bis Juli 1936) sowie das Haus in der Windscheidstraße 30 (Eigentümer war Max Bergmann von 1918 bis 1938).

Nach 1933 wurden die Fabrik und das jüdische Kaufhaus von den Nazis in die Zwangsversteigerung getrieben; die Nürnberger Gesetze verboten jüdischen Mitbürgern kaufmännische Tätigkeiten. Dadurch gehörte auch die Lilienstraße 21 nicht mehr zum Familienvermögen. Die Windscheidstraße 30 wurde vermutlich 1938 im Rahmen einer Erbauseinandersetzung geschickt an eine „arische“ Verwandte überschrieben.

Im Zusammenhang mit der Pogromnacht wurde Max Bergmann verhaftet.
Am 10.5.1942 wurden die Eheleute nach Bełżyce deportiert, wo sich ihre Spur verliert.

                                                                                        

Recherchen: Dr. Konrad Arndt