Sora Sofie Schneider

Sora Sofie Schneider wurde am 7. August 1891 in Sidra im heutigen Polen geboren. Sie arbeitete als freiberufliche Malerin in Leipzig, ein für die damalige Zeit ungewöhnlicher Beruf. Unter den Nationalsozialisten musste sie Zwangsarbeit verrichten und als Hilfsschwester arbeiten. Nach 1939 wurde Frau Schneider gezwungen, in ein sogenanntes „Judenhaus“ in der Leibnizstraße 4 zu ziehen.

Anfang 1942 begann die „systematische“ Vernichtung der europäischen Juden durch die Nazis. Der erste Transport von Leipzig ging am 21. Januar 1942 nach Riga in das dort bereits bestehende Ghetto. Um „Platz“ für die deutschen Juden zu schaffen, ermordeten die Nationalsozialisten die bis dahin darin zusammengepferchten baltischen Juden.

In Riga verliert sich die Spur von Sora Sofie Schneider. Sie war 50 Jahre alt.

 

Paten und Recherchen: Frauenkulturzentrum Leipzig
Quelle: Ellen Bertram: Menschen ohne Grabstein, Leipzig, 2011