Paul Arthur Holke

Paul Arthur Holke wurde am 12. Januar 1883 in Leipzig-Eutritzsch geboren. Er arbeitete als Installateur und war Mitglied der Freien Arbeiter Union Deutschlands (FAUD), wo er als Obmann und Reichsdelegierter in der „Gilde der freiheitlichen Bücherfreunde Leipzig“ tätig war. Bis 1913 war Holke Mitherausgeber der Zeitschrift „Der Anarchist“. Er war ein wichtiger Akteur des ASY-Verlages (Anarchosyndikalistischer Verlag) und übernahm ab 1930 das FAUD-Reichsarchiv.

Ab 1933 war er Beisitzer der illegalen FAUD-Geschäftskommission. Noch im selben Jahr wurde Holke von März bis Mai zu einer „Schutzhaftzeit“ verurteilt. Als er am 13. April 1937 wegen illegaler Tätigkeit erneut verhaftet wurde, wohnte Holke in der Zentralstraße 11.
Wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ wurde der Leipziger zwar zu einer vergleichsweise geringen Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt, danach jedoch ins Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert, wo er am 22. Januar 1940 ums Leben kam.
Paul Arthur Holke war 57 Jahre alt.

 

Recherche: FAU-Leipzig