Recherche zu Familie Laubinger

Mit: Tina Brückener, Susanne Arnold, Marie Löffler, Luise Krause, Marion Kunz

Nach 8 Jahren und mit vielen Helfern ist es der Stolpersteingruppe des Evangelisch-Lutherischen Jugendpfarramts Leipzig gelungen, insgesamt 14 Stolpersteine für die Sinti-Familie Laubinger zu verlegen.

Am Anfang war es eine vage Idee: „Für Sinti sollte es auch Stolpersteine in Leipzig geben“. So haben Studentinnen angefangen sich in Gedenkbüchern und Ausstellungen zu belesen.

Nach verschiedenen Recherchen im Sächsischen Staatsarchiv und im Leipziger Stadtarchiv entschied sich die Stolpersteingruppe des Evangelischen Jugendpfarramtes Leipzig für die Familie Laubinger. In den umfangreichen Quellen der Polizeiakten, Meldekarteien, Geburtsurkunden, Gerichtsakten und Aufzeichnungen aus den Konzentrationslagern, war es schwierig den Überblick zu behalten. Oft hat die Familie durch ungenaue Angaben versucht sich selbst zu schützen. Das war sehr schwierig für die Forschenden. Viele Anfragen bei verschiedenen Archiven benötigten außerdem Zeit. So brauchte die Recherche 8 Jahre und einige der engagierten Jugendlichen verschlug es durch die Ausbildung in andere Städte.

Zunächst konnte das Evangelische Jugendpfarramt Leipzig nur für die Eltern der 14-köpfigen Familie Stolpersteine verlegen.

Erst zwei Jahre später nach einigen Stolperfallen, nicht nur in der Recherche, sondern auch bei der Durchführung der Verlegung, hat die Stolpersteingruppe des Evangelischen Jugendpfarramts Leipzig finanzielle und organisatorische Unterstützung bei der Verlegung durch den Erich-Zeigner-Haus-Verein bekommen und konnte für alle Familienmitglieder die Stolpersteine verlegen.

So liegen seit 2012 nun für alle Kinder von Karl und Anna Laubinger und einige Enkelkinder Stolpersteine im Ranstädter Steinweg.

 

Den Bericht samt Bildern als PDF.