Familie Rosenfeld

Schüler der Max-Klinger-Schule Leipzig recherchierten in einem Projekt des Erich-Zeigner-Haus e.V. nach ehemaligen jüdischen MitschülerInnen, die durch die NS-Diktatur ums Leben kamen. Dabei stießen sie auf das Schicksal von Berta Rosenfeld (* 27.3.1921 in Leipzig) und ihrer Familie. Berta war zwischen 1931 und 1932 Schülerin der Schule. In der Karl-Heine-Str. 47 lebte sie mit ihren Eltern Rosa (* 18.1.1895 in Tarnow) und Israel Rosenfeld (*20.1.1883 in Grodek), ihrer Oma Henny Rosenfeld (*15.5.1853 in Grodek) und ihrem Onkel Maier Rosenfeld (* 3.1.1888 in Grodek) sowie ihrem jüngeren Bruder Josef (* 6.4.1923 in Leipzig).

Im Zuge der sogenannten „Polenaktion“ am 28. Oktober 1938, als alle Juden polnischer Staatszugehörigkeit nach Polen ausgewiesen werden sollten, wurden Berta, Josef und ihre Eltern abgeschoben. Sie fanden zunächst in Tarnów Zuflucht. Oma Henny Rosenfeld starb am 2. März 1940 in Leipzig und wurde auf dem Alten Israelitischen Friedhof begraben.

Nur Bertas Onkel Maier und ihr Bruder Josef überlebten den Völkermord und wanderten nach dem Krieg nach Israel aus.

 

Paten: Max-Klinger-Schule Leipzig