Euthanasie-Verbrechen in der Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen

Im Jahr 1901 wurde die Heilanstalt Dösen eröffnet. Die Klinik zur Behandlung psychisch kranker und behinderter Menschen diente weitgehend der psychiatrischen Versorgung von Leipzig. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden hier viele Patienten Opfer der „Euthanasie“-Morde.

Diese Vielzahl der ermordeten Menschen sprengt den Rahmen von „Stolpersteinen“. Daher verwendet der Künstler Gunter Demnig das Erinnerungsmal einer „Stolperschwelle“, um auf diesen Ort aufmerksam zu machen. Diese wird ebenfalls ebenerdig in den Gehweg eingebaut.

Auf dem Gedenkstein steht:

„Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen“ (1933-1945)

ab 1934 wurden hier 604 Menschen zwangssterilisiert
1939-1943 wurden hier 624 Kinder in der "Kinderfachabteilung" ermordet
Juni 1940-Aug. 1941 wurden von hier 860 behindete Menschen "verlegt
ermordet in Pirna-Sonnenstein - "Aktion T4"

Pate: Erich-Zeigner-Haus e.V.