Fanny Rimalower

Fanny Zwiebel wurde am 20. März 1855 in Tarnopol geboren. Sie heiratete den 1856 geborenen Abraham Rimalower. Im März 1888 kamen die Eheleute mit zwei kleinen Kindern nach Leipzig. Josef, Jg. 1883, heiratete 1909 und hatte drei Töchter. Seiner Familie gelang auf verschiedenen Wegen die Flucht aus Deutschland. Der zweite Sohn Feiwel wurde 1985 in Tarnopol geboren. Für seine eigene Familie liegen fünf Stolpersteine in der Humboldtstraße 6. Der jüngste Sohn von Fanny Rimalower war Simon. Er wurde im Februar 1889 in Leipzig geboren. Simon siedelte schon in sehr jungen Jahren in die Schweiz um.
Abraham Rimalower war Inhaber einer „Weißwarenhandlung“. Er starb bereits im Mai 1926 und wurde auf dem Alten Israelitischen Friedhof in einer Doppelgrabstelle beerdigt. Die zweite Hälfte war für seine Frau reserviert.
Fanny Rimalower hatte im Jahr 1940 gegenüber der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland ihre Ausreise in die USA angezeigt. Doch dazu kam es nicht, obwohl die Passage als auch das Affidavit (eidesstattliche Erklärung zur Übernahme der Bürgschaft durch einen bereits in den USA lebenden Verwandten) von ihrem Schwager in New York bezahlt bzw. hinterlegt wurden. Vermutlich war die körperliche Konstitution der 80-Jährigen zu schlecht, um die Strapazen einer Flucht durchhalten zu können. Auf dem Fragebogen zur Auswanderung lässt sie angeben, dass „Altersschwäche“ sie an einer Auswanderung hindere. Im September 1942 wird Fanny Rimalower nach Theresienstadt deportiert. Zehn Tage nach ihrer Deportation kam sie am 1.10.1942 im Ghetto ums Leben.

Paten: Nachfahren der Familie Rimalower aus der Schweiz, Schottland, USA