Fela Frigge

Fela Frigge (geb. Korzuch) wurde am 25.11.1896 in Złoszow (Österr.-Polen) geboren. Im Jahr 1923 heiratete sie in Uebigau den nichtjüdischen Tischlermeister Julius Waldemar Frigge.

Am 13.07.1923 kam ihr gemeinsamer Sohn Robert Waldemar zur Welt. Innerhalb der Handwerkerfamilie gab es jedoch Differenzen über die jüdische Herkunft von Fela. Vermutlich auf Druck der Geschwister wurde die Ehe wieder geschieden. Während Sohn Robert Waldemar in der Niederlausitz blieb, ging Fela Frigge nach Leipzig. Hier lebten bereits ihre beiden Schwestern Paula und Regina mit ihren Familien (siehe Stolpersteine Alexanderstr. 46). Auch diese verstanden nicht, warum Fela einen Nichtjuden geheiratet hatte. Unter den Schwestern bestand daher wohl eher wenig Kontakt, wie es das Familiengedächtnis überlieferte.

Am 8. Dezember 1941 wurde Fela Frigge unter dem Vorwand, gegen die „Kriegswirtschaftsordnung“ verstoßen zu haben, verhaftet und am 20. März 1942 ins KZ Ravensbrück verschleppt. Am 6. Oktober1942 deportierte man über 500 Jüdinnen aus Ravensbrück nach Auschwitz, darunter auch Fela Frigge (45 Jahre). Drei Tage später, am 9. Oktober 1942, wurde sie ermordet. Ihr Sohn, Robert Waldemar Frigge überlebte die Konzentrationslager Auschwitz, Melk und Ebensee. Im Mai 1945 wurde er durch die amerikanische Armee im KZ Mauthausen befreit.

Patin: Birgit Wesser (Enkelin)