Familie Frania und Kurt Peckel

Frania Peckel war die jüngste Tochter von Hanna und Baruch Kalter (siehe Stolpersteine Lortzingstraße 11). Sie wurde am 13. Februar 1904 in Tarnow geboren. Im Jahr 1913 kam sie mit ihrer Familie nach Leipzig.

Im Januar 1934 heiratete sie Kurt Peckel. Kurt stammte aus Ostpreußen und wurde am 14. März 1897 in Inse geboren. Er kam 1925 nach Leipzig und arbeitete als Volksschullehrer. Daneben war er 3. Kantor an der liberalen Gemeindesynagoge. Am 29 Januar .1936 kam Sohn Abraham Adolf zur Welt.

Im März 1939 floh die junge Familie nach Belgien und weiter nach Frankreich. Nach der Kapitulation Frankreichs 1940 lebten die Peckels im unbesetzten Landesteil. Am 26. August 1942 begann eine Razzia der Polizei des Vichy-Regimes gegen ausländische Juden. Diese lieferte man an Deutschland aus. Auch die Familie Peckel wurde verhaftet und kam in das Internierungslager Nexon. Am 29. August 1942 deportierte man sie in das Sammellager Drancy in der „besetzten Zone“. Am 31. August 1942 ging ein Transport mit über 900 Menschen zur Ermordung nach Auschwitz, darunter Kurt Peckel (45 Jahre), Frania Peckel (38 Jahre) und Abraham Peckel (6 Jahre).

Paten: Familie Kalter.