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+++ Neue Termine: +++ 25. Juni 2026 +++ 6. Oktober 2026

STOLPERSTEINE in Leipzig

Stolpersteine in Leipzig

Das nachbarschaftliche Zusammenleben war bis 1933 nahezu intakt, aber auf einmal war die Nachbarwohnung leer, waren die Nachbarn weg, Möbel und Einrichtungsgegenstände wurden abgeholt und niemand will etwas gewusst haben?
Dieses Unbegreifbare ist für den Aktionskünstler Gunter Demnig seit vielen Jahren der Antrieb für die sehr individuelle Form des Gedenkens in unserem Alltag.
STOLPERSTEINE wollen die Schicksale von Juden, Sinti und Roma, politisch und konfessionell Verfolgten, Homosexuellen, "Euthanasie"-Opfern wach halten. Es werden die ehemaligen Adressen von verfolgten und ermordeten Menschen recherchiert. In den Gehwegen vor deren Wohnhäuser werden die Stolpersteine ebenerdig eingesetzt.

Das Projekt wird in Leipzig von einer Arbeitsgruppe realisiert.
Dazu gehören: Achim Beier (Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.), Marion Kunz (Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig), Anne Friebel (Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig), Silvia Hauptmann (Ephraim-Carlebach-Stiftung), Dr. Andrea Lorz, Dr. Sven Trautmann (Referat Internationale Zusammenarbeit Stadt Leipzig), Tobias Hollitzer (Bürgerkomitee Leipzig e.V.), Raimund Grafe (Erich-Zeigner-Haus-e.V.)

Schnittstelle und Ansprechpartner ist das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Wir stellen das Projekt vor. Film ab!

Biografien und Orte

Der Stolperstein-Guide - Stolpersteine in Leipzig

Nutzen Sie den Stolperstein-Guide, um ausführliche Informationen über die bisher verlegten Steine an den vielen verschiedenen Orten in Leipzig zu erhalten. Die Datenbank kann sowohl am PC als auch über eine App auf dem Smartphone oder Tablet verwendet werden. Neben Leipzig können Sie sich in ca. 80 weiteren Städten orientieren.

Termine

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Am 25. Juni 2026 werden im Rahmen der Jüdischen Woche und des Besuchsprogramms für ehemalige jüdische Leipziger und ihre Nachfahren in Kooperation mit dem Referat Internationale Zusammenarbeit weitere STOLPERSTEINE in Leipzig verlegt.


09:00 Wohnungslose Menschen am Willy-Brandt-Platz / Ecke Nikolaistr. (3 Steine)
An dieser Stelle in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof wird an drei wohnungs- und arbeitslose Menschen erinnert. Sie widersprachen den Moralvorstellungen der nationalsozialistischen Ideologie, wurden verfolgt und kamen im Konzentrationslager ums Leben: Elsbeth Wagner, Kurt Ruder und Hermann Virsik

10:00 Familie Kowalewsky in der Tschaikowskistr. 12 (3 Steine)
Die jüdischen Eheleute Kowalewsky kamen 1920 nach Leipzig. Hier wurde 1925 ihre Tochter geboren. Nach den Novemberpogromen 1938 erreichte die Vertreibung der jüdischen Menschen eine neue Eskalationsstufe. Ende November 1938 konnte die Familie über Belgien in die USA fliehen.

10:45 Familie Rosenstein im Ranstädter Steinweg 15 (10 Steine)
Die jüdische Familie Rosenstein mit ihren acht Kindern wurde am 28. Oktober 1938 mit tausenden weiteren Menschen nach Polen abgeschoben. Nach dem deutschen Einmarsch in Polen 1939 begann die Verfolgung aufs Neue und endete mit der Ermordung. Nur zwei Kinder überlebten den Terror und konnten befreit werden.

13:45 "Schußheim’sches Altersheim“ Am Hirtenhaus 4 (4 Steine)
Nachdem über Jahre die beiden Stolpersteine für die jüdischen Eheleute Lesser immer wieder geschändet wurden, werden diese nun vor ihrem letzten Wohnort - dem „Schußheim’schen Altersheim“ in Wahren - erneuert. Auch die Schwestern Beermann wohnten hier, bevor sie nach Riga deportiert wurden.

15:00 Robert Brau in der Karl-Liebknecht-Str. 95 (1 Stein)
Heinz Robert Brau war homosexuell. Seine schwache Begabung führte zur Zwangsterilisation durch die nationalsozialistische Medizin. Über das Jugendgefängnis Hoheneck und die Heil- und Pflegeanstalt Waldheim kam er 1940 im Rahmen der „Euthanasie“-Morde in Brandenburg ums Leben.

15:45 Max Ferda aus der Dresdner Str. 82 (1 Stein)
Max Ferda führte einen in Mitteldeutschland sehr erfolgreichen Literaturkreis mit Filialen in mehreren Städten - „Ferda’s Lesezirkel“. Auf Grund seiner jüdischen Abstammung wurde er unter den Nationalsozialisten mehrfach verhaftet und schließlich nach Auschwitz deportiert, wo er 1943 ermordet wurde.



Beim Einbau der STOLPERSTEINE werden wir vom Städtischen Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB) unterstützt.

Hinweis: Es kann zu leichten zeitlichen Abweichungen kommen durch die nicht absehbaren Fahrzeiten zwischen den einzelnen Orten.

Spenden

STOLPERSTEINE finanzieren sich ausschließlich über Spenden. Ein Stein kostet 120€. Sie möchten gern die Patenschaft für einen Stein durch Ihre Spende übernehmen bzw. uns mit einem kleinen Beitrag unterstützen? Selbstredend können wir auch den Einsatz Ihrer Spende besprechen. Nehmen Sie sehr gern Kontakt mit uns auf.

Spendenkonto:

Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
IBAN: DE22 8605 5592 1180 0794 06
BIC: WELADE8LXXX
Sparkasse Leipzig
Verwendungszweck / Zahlgrund: Stolpersteine (ggf. Name)

Recherchen

Sehr gern unterstützen wir Sie bei Ihren Recherchen, geben Ihnen Tipps und begleiten bei der Spurensuche.
Erste digitale Hilfsmittel bietet das "Info-Tool" des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

Stolpersteine in Leipzig - Eine Ausstellung

Stolpersteine in Leipzig

Zur Begleitung des Projektes gibt es eine Wanderausstellung. Sie besteht aus acht roll-ups und kann kostenlos zur Unterstützung Ihrer Projekte ausgeliehen werden. Inhaltlich wird das Projekt vorgestellt und sieben Schicksale in Bezug zu den Herrschaftspraktiken der Nationalsozialisten gesetzt. Damit wird das Besondere des Individuellen zum dramatischen Beispiel einer Massenerscheinung.

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